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1902

1944 1973 1989

Bereits am 1.Juli 1823 wurde eine "Spezial-Feuer-Ordnung" erstellt, einleitend heißt es: "Da die Communen Rodau, Kornbach, Tobertitz und Schönberg eine Schlauchfeuerwehrspritze sich angeschafft und vereinigt haben, einander in Feuersnöhten beyzustehen, so haben sie in Folge dessen folgende Ordnung zu beachten.
1. Die Feuerwehrspritze wird in Rodau aufgestellt....". In 23 ausführlich niedergeschriebenen Punkten werden darin konkrete Festlegungen für eintretende Brände getroffen.
Am 9.September 1877 kaufte die Gemeinde Tobertitz von einem Leipziger Fabrikanten für Feuerlöschgeräte eine eigene Feuerspritze; der Preis betrug 1355 Mark, 900 Mark waren bei Unterzeichnung des "Kontracktes" zu entrichten.
Aus dem Gemeindevertreterprotokoll vom 2.April 1880 geht hervor, dass Friedrich Dietzsch als Spritzmeister und Christian Seidel als Stellvertreter gewählt wurden. In der Sitzung vom 10. Juli 1887 steht folgender Satz: "Rittergutspächter Moritz Sachse stellte einen Antrag zum Spritzen-Verband für Tobertitz einzutreten."
Im Januar 1898 wurde Tobertitz durch ein schweres Wintergewitter heimgesucht. Durch Blitzschlag wurde das gesamte Anwesen des Bauern "Glück" ein Raub der Flammen.

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Am 15. Dezember 1902 erhielt die "Landgemeinde Tobertitz" für ihre Pflichtfeuerwehr eine neue "Feuerlösch-Ordnung", bestehend aus 26 Paragraphen, unterzeichnet vom Gemeindevorstand Reinhard Seidel.
Im gleichen Jahr kam es bei dem Landwirt Bernhard Lenk in Tobertitz zu einem schweren Brand, dem das gesamte häusliche Anwesen zum Opfer fiel.
1911 ereignete sich wiederum durch Blitzschlag ein gewaltiger Brand. Dabei wurden alle Gebäude des Bauern Richard Sammler zerstört. Der gesamte Viehbestand fiel den Flammen zum Opfer.
Angaben zur Brandbekämpfung durch die Feuerwehr liegen in beiden Fällen nicht vor.
Ein Schwelbrand am Holzschuppen des Jägers Kurt Papst, 1938 konnte rechtzeitig durch schnelle Massnahmen (Eimerketten) erfolgreich bekämpft werden.
Am 17. März des Kriegsjahres 1943 brannten eine Feldscheune des Tobertitzer Rittergutes und der angebaute Traktorenschuppen vollständig ab. Die örtliche Feuerwehrdruckspritze wurde hautsächlich von französischen Kriegsgefangenen bedient (die Männer des Ortes waren zum Kriegsdienst einberufen).
Brandursache: Eingelagerter Branntkalk (ungelöscht) entzündete sich infolge äußerer Witterungseinfüsse.

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1944: Brandbekämpfung der Tobertitzer Feuerwehr in der Nachbargemeinde Rodau, dabei transportierte der Bauer Albin Wurziger mit seiner Zugmaschine die Handdruckspritze.
Im Sommer des Jahres 1946 brach beim Anfeuern des Wasserkessels im Hof- Seitengebäude von Emil Richter (Tobertitz) ein Feuer aus, das schnell um sich griff. Dank dem umsichtigen, tapferen Einsatz von Walter Todt, Herbert Strobel und anderen bereitwilligen Helfern konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden.
Ein Großbrand ereignete sich am 11.11.1965 im Gasthof Tobertitz. Gegen 23 Uhr entfachte sich im Hof- und Wirtschaftsgebäude Feuer, dass rasch auch die Nebengebäude erfaßte. Während die Scheune vollständig niederbrannte, konnte ein Teil des Seitengebäudes erhalten bleiben. Die Tobertitzer Feuerwehr demonstrierte dabei disziplinierten Einsatz, einmal bei der Bekämpfung des Brandes, zum anderen bei der Rettungsaktion der eingestallten Haustiere.

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Am frühen Morgen des 2. Juni 1973 entlud sich über Tobertitz ein schweres Gewitter. Ein Blitz schlug in die Feldscheune von Rudolf Gerisch ein, das Gebäude stand innerhalb weniger Minuten vollständig in Flammen.
Ihren unermüdlichen Einsatz ist es zu danken, dass der angebaute Maschinenschuppen (vom Feuer schwer gezeichnet) zum grössten Teil erhalten werden konnte.
Nach der Eingemeindung von Tobertitz nach Reuth erfolgte 1973 die Gründung eines Wirkungsbereiches zwischen Reuth (Stützpunkt), Schönlind, Thossen, Mißlareuth und Tobertitz. Die Ausbildung lag im Verantwortungsbereich von Heinz Fromader.

Jährlich fanden Ausscheide im sogenannten "Feuerwehrkampfsport" statt. Die FFW Tobertitz erreichte aufgrund solider Ausbildung gute Plätze, im Jahr 1976 wurde sie sogar Kreismeister und konnte an der Bezirksmeisterschaft in Freiberg teilnehmen.

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Die politische Wende 1989 erbrachte auch für unsere Feuerwehr spürbare Veränderungen. Die DIN-NORM wurde eingeführt, neue Sicherheitsvorschriften gelten, ein Grossteil der Ausrüstung musste erneuert werden und eine zweite TS 8 Spritze samt neuen Schläuchen war erforderlich. Der Ausbau des ehemaligen Buswartehäuschens zum Feuerwehrschuppen ermöglichte mehr Platz für die Gerätschaften.

Die Wehrleitung wurde erneuert. Kamerad Roland Steiner, Mitglied seit 1968, übernahm die Funktion des Wehrleiters, seine Stellvertreter sind Gundolf Müller und Gunther Wolfram, später noch Ulrich Meier.

Weiterhin erfolgte die Aktivierung einer einsatzfreudigen Gruppe, so dass die gesamte Wehr sich wie folgt zusammensetzt:

aktive Gruppe 20 Kameraden
Frauen 6 Kameradinnen
Ehrenmitglieder 6 Kameraden
Altersmitglieder 22 Kameraden
insgesamt 54 Kameraden

Dazu entstand eine eigene Satzung. Mit der Feuerwehr Hohendorf (Bayern) wurde eine Partnerschaft abgeschlossen.

1995 trat die FFW Tobertitz dem Kreisfeuerwehrverband bei.

Jährlich findet in Tobertitz ein traditionelles Dorf- und Feuerwehrfest statt, dabei kämpfen die Wehren der Nachbardörfer in der Disziplin Schnelligkeitsübung um den "Wanderpokal der Gemeindeverwaltung Reuth".
Ebenso beteiligt sich die FFW Tobertitz an Feuerwehrwettkämpfen anderer Orte (bei denen sie selten nicht gewinnen). 1996 erreichte die Wehr bei vier Wettkämpfen jeweils den 1.Platz.

1998 feierte die FFW Tobertitz ihr 175-jähriges Jubiläum. Zum Gelingen des Festes bedurfte es der aktiven Mitwirkung aller Kameraden der Wehr und einer unentbehrlichen Unterstützung des Sportvereins Tobertitz e.V.

Alle Kameraden der FFW Tobertitz werden auch künftig einsatzbereit sein, so dass der Brandschutz stets in vertrauensvollen Händen liegt.

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